Kunst & Kultur

Z-Common Ground

Laim ist momentan das Viertel der Zwischennutzungen. Mit seinen großen Lagerhallen, Bürokomplexen, die zum Teil schon in die Jahre gekommen sind, findet dort gerade ein Umbruch statt, von dem besonders die Künstler profitieren. In der Landsberger Straße fand zum Bespiel das Kunstlabor bis Ende Januar 2019 seine temporäre Heimat.

Z Common Ground Zschokkestrasse Urbanart Munich München
Z Common Ground Zschokkestrasse | Foto: Monika Schreiner

Das neueste Projekt heißt Z-Common Ground und befindet sich in einem ehemaligen Gewerbehof in Zschokkestraße 36. Die ersten Künstler sind Anfang März eingezogen und und werden die Fläche von 4000 Quadratmetern unter dem Motto „Zerneuerung“ bis voraussichtlich Ende Mai 2019 bespielen. Der Begriff spielt auf die Kreativität an, die in Abriss und der Zerstörung liegt. Das Z steht zugleich für Zwischennutzung.

Z Common Ground Zschokkestrasse Urbanart Munich München
Eingang zum Z Common Ground Zschokkestrasse | Foto: Monika Schreiner

Über achtzig Künstler sind bis jetzt an dem Projekt beteiligt, das von Graffiti über Bildhauerei hin bis zum modernen Theater spartenübergreifend agieren wird. Unter den Künstler befinden sich unter anderem Matt Wiegele (Streetart), Susi Gelb (Bildende Kunst), Felix Rodewaldt (Street Art), Matthias Mross (Malerei) oder Loomit (Co-Kurator).

Z-Common Ground Zschokkestrasse Urbanart Munich München
Mathias Mross mit einem seiner Murals | Foto: Monika Schreiner

Organisiert wird die Zwischennutzung vom Verein zur Förderung urbaner Kultur, der hierfür ins Leben gerufen wurde. Es sind Kooperationen geplant unter anderem mit der Typografischen Gesellschaft, The Agency, den Münchner Kammerspielen (u.a. Werther’s Quest for Love), der Akademie der Bildenden Künsten, Skateboarding München e.V, und vielen weiteren Institutionen.
Konzertabende, Diskussionsrunden, Ausstellungen, interkulturelle Kinderworkshops: das Programm wird sehr bunt sein.

Z Common Ground Zschokkestrasse Urbanart Munich München
Erste Kunstwerke an der Fassade an Zschokkestrasse 36 | Foto: Monika Schreiner

Im Untergeschoss wird es (wenigstens vorübergehend) Münchens einzige Indoor Skatehalle geben. Spannend wird sicher auch die Kooperation mit Art+Feminism, die zusammen mit dem Lenhachhaus einen Wikipedia Edit-A-Thon ausrichten, der zum Ziel hat, primär Artikel über Künstlerinnen in dem Onlinenachschlagewerk anzulegen.

Öffentlich zugänglich wird Z-Common Ground zum ersten Mal Ende April sein. Los geht es mit der Produktion “Medusa Bionic Rise” des Theaterfestivals Radikal Jung des Münchner Volkstheaters.

Impressionen vom Eröffnungsabend

Z-Common Ground

Zschokkestrasse 36, 80687 München Laim
Google Maps: https://goo.gl/maps/TdF6x2HBh852

30.04.2019 — 02.06.2019
Eintritt frei – Spenden erwünscht