Architektonische Liebeserklärung an die Maxvorstadt

Take Max ist ein Filmprojekt von Prof. Thomas Jocher für die Architekturstudent*innen der Hochschule München. Der dabei entstandene Film setzt sich mit der vielfältigen Architektur im Museumsviertel in der Münchner Maxvorstadt auseinander.

Take Max zeigt jedoch nicht nur die bedeutendsten Gebäude rund um das Münchner Kunstareal, der Film lässt auch die Menschen zu Wort kommen, die mit der Entstehung zu tun hatten oder heute darin arbeiten oder wohnen.

Prof. Thomas Jocher gründete 1991 zusammen mit Dietrich Fink das renommierte Münchner Architekturbüro Fink+Jocher. Bereits 1997 wurde an die Universität Stuttgart berufen und ist seitdem an verschiedenen Hochschulen als Professor tätig. An der Hochschule München lehrt Prof. Jocher aktuelle das Fach „Einführung in das Entwerfen“. Im Rahmen dieser Tätigkeit ist auch der Film Take Max entstanden.

Die Route von Take Max | Illustration: takemax.de

Gedreht wurde im Corona Sommer 2020 ohne jegliches Budget mit einfachen Fotoapparaten und einem Mobiltelefon. Um die Kommentare der Architekten einzuholen, hat Prof. Jocher von Hochschule München sogar in London ( im Büro von Foster + Partners ) und in Berlin gedreht. Auch wenn der Film in erster Linie für Architekturstudenten und -studentinnen konzipiert wurde, ist der Film ein sehr schöne Bestandsaufnahme der Architektur im Museumsviertel und sicher auch für viele andere Münchner interessant. Die Musik zum Film hat der junge Münchner Komponist und Musiker Mathias Rehfeldt erschaffen.

Take Max - Spaziergang durch die Maxvorstadt
Prof. Stefan Behling vom Büro Foster + Partner, London | Screenshot aus Take Max

TAKE MAX

Gezeigt und besprochen werden folgende Bauwerke und Gebäude:

HOCHSCHULE MÜNCHEN
Architekten: Franz Ruf, Adolf Peter Seifert, Rolfter Haerst (1954–1957)

EVANGELISCHES LANDESKIRCHENAMT
Architekten: Wandel Lorch (2017)

QUARTIER LENBACHGÄRTEN
Architekten Städtebau: Hilmer & Sattler und Albrecht (2006–2012); Architekten Gebäude: Steidle, Hilmer & Sattler und Albrecht (2006–2012); Landschaftsarchitektin: Adelheid Schönborn

ABTEI ST. BONIFAZ
Architekten: Georg Friedrich Ziebland (1835), Hans Döllgast (1947), Carl Theodor Horn (1970); Landschaftsarchitektin: Adelheid Schönborn

LENBACHHAUS
Architekten: Gabriel von Seidl (1893), Foster+Partners (2013)

KUNSTBAU LENBACHHAUS
Architekt: Uwe Kiessler (1988/94)

KÖNIGSPLATZ
Architekt: Leo von Klenze (1830), u.a.

GLYPTOTHEK
Architekten: Leo von Klenze (1830), Josef Wiedemann (1972)

NS DOKUMENTATIONSZENTRUM
Architekten: Georg Scheel Wetzel Architekten (2011)

AMERIKAHAUS
Architekten: Karl Fischer und Franz Simm (1955/57)

ÄGYPTISCHES MUSEUM
Architekten: Peter Böhm Architekten (2011/2013)

HOCHSCHULE FÜR FERNSEHEN UND FILM
Architekten: Peter Böhm Architekten (2011/2013)

ALTE PINAKOTHEK
Architekten: Leo von Klenze (1836), Hans Döllgast (1952–1957)

PINAKOTHEK DER MODERNE
Architekten: Stephan Braunfels (1995–2002); Landschaftsarchitektin: Adelheid Schönborn

BRANDHORST MUSEUM
Architekten: Sauerbruch Hutton (2009)

WOHNUNGSBAU THERESIENSTRASSE 46/48
Architekt: Sep Ruf (1930)

ALTER NÖRDLICHER FRIEDHOF
Architekt: Arnold Zenetti (1856)

UMGESTALTUNG DES ALTEN NÖRDLICHEN FRIEDHOFS, STRASSENDEPOTGEBÄUDE EINGANG ARCISSTRASSE
Architekt: Hans Döllgast (1955)

WOHNUNGSBAU ZIEBLANDSTRASSE 14
Architekt: Josef Wiedemann mit Rudolf Ehrmann (1956/57)

WOHNUNGSBAU ARCISSTRASSE 44
Architekt: Johannnes Ludwig (1960)

Wir finden den Film alles andere als langeweilig, aber trotzdem gibt es in den FAQ eine schöne Antwort auf die Frage, warum der Film so „langweilig“ ist:

„Wenn man tiefer in die Entstehungszeit in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts einsteigt, ist die Zeit alles andere als langweilig. 3.000 Pandemietote (Cholera) alleine in München, leere Wirtshäuser, eine Staatskrise und eines Liebesaffaire des Königs sollten eher neugierig machen. Dazu kommen noch eine massive Bodenspekulation, enorme Mieten in der Stadt und 30.000 tote bayerische Soldaten beim Kampf Napoleons.“

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