Restaurants

Champor

Champor Restaurant München Warthestraße / Foto: ISARBLOG
Restaurant Champor Bogenhausen | Foto: Monika Schreiner

Eine kulinarische Reise nach Malaysia

Es ist Ende Februar. Ich bin in Bogenhausen mit dem Rad stadtauswärts unterwegs. In eine Gegend, in der es fast nur Wohnungen gibt. Dazwischen mein Ziel: ein Pavillon mit Flachdach – ein wenig versteckt hinter Büschen – das malaiische Restaurant Champor. Gleich am Eingang fallen mir die vielen Auszeichnungen auf. Nie hätte ich erwartet, hier ein solches Juwel zu entdecken. Aber das mag ich an München. Es hat immer eine Überraschung parat. Dabei gibt es das Restaurant schon seit über zehn Jahre und war es erste seiner Art in Deutschland.

Ein schöner Anlass führt mich dahin, ich bin zum Foodtasting eingeladen. Es ist das erste Mal, dass die Besitzerin Kiren Alt einen solch offenen Abend veranstaltet. Wie üblich erwarte ich viele schreibende Kollegen zu treffen, aber auch hier werde ich überrascht. Ganz unterschiedliche Leute sitzen an der exotisch gedeckten Tafel. Ein bisschen wie bei einem privaten Supperclub, nur sind wir in einem Restaurant. Das Konzept des Abends lautet: Probieren und Entdecken. Als das Essen aufgetragen wird, wird zwar an der klassische Menufolge Vorspeise – Hauptspeise – Nachspeise festgehalten, jedoch bekommt nicht jeder Gast einen vorbereiteten Teller serviert, sondern es kommen grosse Schüsseln, aus denen man sich selber bedient. Die Gastgeberin erklärt parallel dazu die einzelnen Gerichte und Zutaten. Und ich entdecke “Real Food” – ein Ausdruck, den Kiren öfters verwendet. Das ist ihr sehr wichtig. Sie möchte ihren Gästen keine asiatische Küche bieten, die an dem Gaumen der Europäer angepasst ist, sondern authentische malaiisches Essen mit viel Gewürzen, manchmal reichlich scharf, aber nie unangenehm.

Also essen wir wie im Land selbst. Durch die vielen parallel bereitgestellten Speisen fühlt es sich wirklich an wie Entdeckungsreise. In Asien ist das gleichzeitige Auftischen vieler verschiedener Gerichte nicht ungewöhnlich. Dort ist es verbreitet gleichzeitig mehrere Sachen zu probieren. Selbst das Pärchen mir gegenüber – Stammgäste des Lokals- entdecken auf diese Weise viel Neues.

Generell kann man sagen die malaiische Küche ist eine Fusionküche. Sie besitzt viele verschiedene Einflüsse, darunter indisch, chinesisch, thailändisch, portugisisch oder britisch. Herauskommen ungewöhnliche Zusammenstellungen mit eigem Charakter.  Ich zumindest habe noch nie vergleichbares gegessen. Auffällig ist die lockere Atmosphäre den ganzen Abend über. Wie ich von anderen Supperclub-Abenden weiss, ist das nicht selbstverständlich. Schließlich sitzen einem oft fremde Menschen an einem Tisch und es kann auch sein, dass die Gespräche mit dem Gegenüber nicht immer so gut klappen wollen. Und noch etwas gilt es hervorzuheben. Kiren und die Mitarbeiter Garoon und Kasaraporn legen Wert auf höchste Qualität bei der Auswahl der Zutaten. Das findet auch im Preis seinen Niederschlag.

Restaurant Champor München Warthestraße / Foto: ISARBLOG
Gebackener Fisch in Kokosnussmantel| Foto: Monika Schreiner

Wer nun Lust bekommen hat, an einem solchen Foodtasting  teilzunehmen, erfragt die Termine am besten im Restaurant. In der Regel soll es einmal im Monat stattfinden. Natürlich könnt ihr auch einfach mal so vorbeischauen, so wie ich. Gleich nach ein paar Wochen bin ich nochmals mittags vorbeigefahren, um dort zu Essen und Fotos zu machen. Gerade jetzt wo der Sommer kommt lohnt auch ein Besuch, denn dann kann man schön draussen sitzen. Die Karte wechselt von Zeit zu Zeit. Das heißt, es lohnt sich öfters zu kommen, denn die kulinarische Vielfalt ist (fast) grenzenlos.

Restaurant Champor

Warthestraße 5, 81927 München
http://www.champor.de

Seit vielen Jahren bin ich begeisterte Bloggerin. Im ISARBLOG stelle ich Euch zusammen mit Gerhard das München vor, das wir lieben und wir erzählen Euch von Menschen und Orten, die uns begeistert haben.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.