#food

Münchner Weisswürste

Am Samstagvormittag ist die beste Zeit zum Einkaufen. Je früher umso besser. Da ist wenig los und man Zeit zum Einkaufen. Zeit genug um nicht nur zum nächstgelegenen Supermarkt zu gehen, sondern auch auf dem Markt, zum Lieblingsbäcker oder zum Lieblingsmetzger zu gehen.

Weisswürste vom Metzger des Vertrauens

Wobei es ja heutzutage schon schwierig ist, überhaupt noch eine Metzgerei zu finden. Und mit Metzgerei meine ich einen Metzger, der selbst schlachtet und produziert und nicht eine “Fleischtheke” im Supermarkt. Glücklicherweise gibt es eine solche Metzgerei in Haidhausen. Sie nennt sich Vogl und hat zwei Geschäfte, eins in der Steinstrasse und eins in der Kuglerstraße, Ecke Einsteinstraße. Am Samstag bilden sich dort gern Schlangen bis auf den Gehsteig raus, aber jeder der dort einkauft, nimmt dies gern in Kauf. Denn dort kann man unter anderem unverschämt gute Münchner Weißwürste erwerben. Eine original Münchner Weißwurst enthält nur Kalbfleisch, Schweinespeck, Petersilie und andere Gewürze. Früher wurden die Würste roh verkauft, drum mussten Sie schnell verarbeitet werden und durften laut Volksmund “das Zwölfeleuten nicht mehr hören”, sprich bis 12 Uhr verzehrt sein. Heute werden Weißwürste vorgebrüht und halten natürlich mehrere Tage im Kühlschrank.

Zubereitung von Münchner Weisswürsten

Kaum zu Hause, wird gleich ein Topf mit Wasser für die Weißwürste aufgesetzt. Das Schlimmste was bei der “Zubereitung” passieren kann ist, daß die Weißwürste aufgrund zu großer Hitze platzen. Damit euch das nicht passiert, verrate ich euch wie man Weißwürste am einfachsten und sichersten warm macht:

  1. Einen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen
  2. wenn das Wasser kocht, die Herdplatte ausschalten und den Topf auf eine andere Platte stellen
  3. die Weißwürste in das heiße Wasser legen und mit dem Deckel zudecken
  4. Zehn Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen
  5. Fertig!

 

Die warmen Weißwürste dürfen dann nur auf vorgewärmten Teller Platz nehmen. Wir setzen uns ja nach dem Baden auch nur ungern auf den kalten Fliesenboden. Am einfachsten legt man die Teller statt des Deckels auf den Topf in dem die Würste ziehen und wärmt diese gleich mit. Ob man die Weißwurst zuzelt oder nicht ist mir egal. Ich schneid Sie auf, zieh die Haut ab und nehm sie in die Hand um sie ordentlich in süßen Senf einzutauchen und dann davon abzubeissen. Von mir aus kann man auch einen mittelscharfen Senf dazu essen, aber Ketchup ist eine absolute Todsünde. Lassts euch bloss ned dabei erwischen, denn da hat die Liberalitas Bavariae ein Ende!

 

MerkenMerken

5 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Gerhard Bauer sagt:

    Hallo Bertl, in der Weisswurst muss mehr als die Hälfte Kalbfleisch enthalten sein, also mindestens 51%. Der genaue Anteil ist sicher von Metzger zu Metzger unterschiedlich, aber mehr wie 60% macht wahrscheinlich keiner rein.

    Grüße in den Bayerischen Wald!
    Gerhard

  2. Ketchup eh’ nur zu Wollwürscht! Ansonsten ist die Liberalitas Bavariae aber wirklich weit gesteckt: Eine Hamburger Freundin bestellte auf dem Viktualienmarkt Weißwüste mit Sauerkraut. Die Standlfrau dort sah sie leicht angewidert an, servierte aber das gewünschte. Und ich schämte mich fremd, für die Freundin.

    1. Gerhard Bauer sagt:

      Servus Preißndirndl, Wollwürscht mog i gar ned, aber aa da ghört kein Ketchup dazu! Ois wos recht is! :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.