Auf der Suche nach der Gemütlichkeit

Neben den großen bekannten Zelten gibt auf dem Oktoberfest auch kleine Wiesnzelte, in denen die bayerische Gemütlichkeit noch gepflegt wird. Zwei davon möchten wir euch in diesem Beitrag vorstellen.

Als gebürtige Bayerin schau ich dem Oktoberfest immer mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits ist es ein tolles Fest, bei dem die ganze Welt zusammen feiert, anderseits bleibt aufgrund der Größe, wie ich finde, die “bayerische Gemütlichkeit” ein wenig auf der Strecke. Darunter verstehe ich, dass man als Münchner mit der Familie spontan auf die Wiesn gehen kann und auch ohne Tischreservierung einen Platz in einem Zelt findet. Oder sich vielleicht auch mal was Anderes zum Trinken bestellen kann als ein Bier. Auf der Suche nach einer solchen Gemütlichkeit war ich letzte Woche das erste Mal so früh auf der Wiesn wie noch nie, nämlich um 10 Uhr morgens und zu meinem Staunen hatten wirklich bereits einige Zelte auf.

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Cafe Kaiserschmarrn / Foto: Monika Schreiner

Mein Ziel war aber nicht einen der begehrten Tische im Bierzelt zu bekommen, sondern mich zusammen mit anderen Bloggerinnen wie Lindarella, Sabine von Munichurbanlifestyle oder LapetiteOlga zum Frühstücken im Cafe Kaiserschmarrn zu treffen. Nicht nur das namengebende Gericht stand dort auf der Karte, sondern – wer hätte das gedacht – auch ein leckeres Müsli mit frischen Früchten, das meines zu Hause – obwohl Bio und immer mit Obst – in jeder Beziehung ausstach.

Natürlich durfte danach eine Runde Kaiserschmarrn nicht fehlen, welcher mit einem Tischfeuerwerk serviert wurde. Festlich und fürstlich speisten wir mit genügend Platz um uns herum. So soll’s sein.

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Kaiserschmarrn Tischfeuerwerk / Foto: Monika Schreiner

Die nächste Überraschung hielt das Ammerzelt für mich bereit. Warum? Als Vegetarierin ( esse jedoch Fisch ) erschien mir die Hendlbraterei bisher wenig interessant. Zudem ist der Eingang ein wenig versteckt. Doch es ist wirklich ein schönes kleines Zelt mit urigem Biergarten, das nicht nur in puncto Hendl Wert auf gute Qualität legt. Auf der Karte gab es neben einem leckerem Semmelknödlgröstl auch Käsespätzle und vegane Biomaisgriesschnitten. Das Brotzeitbrettl darf natürlich auch nicht vergessen werden.

Und das Beste? Dort spielen jedem Tag andere Wirtshausmusikanten unter der Leitung von Josef Zapf. Darunter auch die Musiker von Kofelgschroa, die uns mit Ihrem unverwechselbaren Sound ein persönliches Ständchen darbrachten. Hier von vielen unerkannt, füllen sie sonst auch in anderen Orten regelmässig grosse Konzerthallen.

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Kleines Ständchen am Tisch / Foto: Monika Schreiner

Beide Zelte sind Teil des Zusammenschlusses der Kleine Wiesnzelte. Als Speisezelte schenken sie nicht nur Bier aus. Hier geht es gemütlicher zu und durch ihr Konzept sprechen sie vermehrt die einheimische Bevölkerung an und sind auch für Familien gut geeignet. Und sieh an, wenn man unter der Woche tagsüber kommt, muss man sogar nicht zwingenderweise reservieren. Das finde ich wirklich sehr sympatisch. Ich muss mir wohl in Zukunft öfters unter der Woche frei nehmen und noch die anderen kleinen Wiesnzelte erkunden.

Ich danke dem Cafe Kaiserschmarrn und dem Ammerzelt für die erhellenden Einblicke und das wirklich hervorragende Essen.

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