Kauf lokal – Junge Münchner Marken
erobern die Innenstadt

Vier Wochen lang präsentiert das Traditionskaufhaus Hirmer Männermode unter dem Motto Kauf lokal in seinem Geschäft spannende Marken aus München in seinem Schaufenster und mit zahlreichen Aktionen im Geschäft.

Zur Zeit drücken sich die Leute beim Traditonsbekleidungsgeschäft Hirmer die Nasen an den Schaufenstern platt. Hier und da wird ein Handy gezückt. Wieso? Weil dort momentan neben Hemden und Hosen junge Münchner Marken zu sehen sind, die nicht unbedingt was mit Mode zu tun haben. „Kauf lokal“ heißt die Aktion und geht noch bis Mitte März. Die Idee „Zusammen sind wir stark“ ist für den Münchner Einzelhandel nicht ganz neu. Seit einigen Jahren gibt es zum Beispiel einen Zusammenschluss im Stadtteil Haidhausen namens „Buy Local“. Darunter haben sich kleine Läden im Viertel zusammengetan, um gemeinsam Werbung zu machen.

Eine Kauf Lokal Insel bei Hirmer | Foto: Monika Schreiner
Eine Kauf Lokal Insel bei Hirmer | Foto: Monika Schreiner

Bei Kauf Lokal werden Junge Marken in der Innenstadt sichtbar

Unterscheiden sich die Konzepte von „Buy local“ und „Kauf lokal“ in manchen Punkten, haben sie einen Gedanke gemeinsam, München ein Gesicht zu geben. Denn wäre es nicht traurig, wenn liebgewonnene Geschäfte in der Umgebung schliessen müssten oder es in den deutschen Innenstädten immer nur den selben Einheitsbrei an Fastfood und Modeketten gäbe? Einfach austauschbar, egal wo man sich gerade befindet, in Hamburg oder München. Wo bleibt da das Entdecken? Das hat sich auch David Thomas von dem Modehaus Hirmer gedacht, als er vergangenen September auf die Suche nach Münchner Brands ging, um sie für seine Idee zu begeistern und sie aus ihren Viertel in die Münchner Innenstadt zu holen. Für viele eine grosse Chance. Denn einen eigenen Laden in der Lage könnten sich vermutlich die wenigsten von ihnen leisten.

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T-Shirts von Suck My Shirt und Boards von SHRN | Foto: Monika Schreiner

Auf der Aktionsflächen kann man die Köpfe hinter den Produkten kennenlernen

Neben einem eigenen Platz im Schaufenster hat fast jeder der dreissig Teilnehmer auch eine Präsentationsfläche innerhalb des Kaufhauses. Unter den Marken findet man zum Beispiel die Gewürze von Cräck, die T-Shirts von FyFy oder die Smoothies von Superdanke. Geschickt auf die einzelnen Abteilungen verteilt, fügen sie sich harmonisch in das Bild des Kaufhauses ein. Kurze Videoportraits im Treppenbereich stellen zudem die Macher hinter den Produkten vor. Manches passt so gut, dass ich eine Verkäuferin frage, ob denn geplant ist, einzelne Labels dauerhaft in das Sortiment aufzunehmen. Worauf diese meint, dass das nicht geplant sei. Aber wer weiß, die Aktion hat ja erst begonnen.

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Das Herrenbekleidungsgeschäft Hirmer in der Münchner Fussgängerzone | Foto: Monika Schreiner

An den Wochenenden findet zusätzlich ein kleines Programm statt, wobei vor allem Geschmackserlebnisse im Vordergrund stehen. Es kann Brot von der Brotmanufaktur Schmidt verkostet werden, es wird Giesinger Bier ausgeschenkt oder Principessa’s kommt mit ihrer Kutsche aus dem Tal angefahren und versüsst so mancher Dame den Tag. Denn auch wenn sich Hirmer mit „Kauf lokal“ gegenüber jungen unventionellen Marken öffnet, es ist und bleibt ein Herrengeschäft. Die Damenkollektionen zum Beispiel von SuckmyShirt gibt es hier nicht zu kaufen. Trotzdem in ein T-Shirt verliebt? Oder vielleicht die ganze Aktion verpasst? Der kostenlose Sonderdruck des Cool Guide hilft weiter. Er enthält alle Teilnehmer von „Kauf lokal“ und zeigt wo man die Sachen auch nach der Aktion kaufen kann. Entweder man nimmt den Plan direkt bei Hirmer mit oder man kann den Coolguide auch hier bequem downloaden.

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