Stark und verletzlich

Die Ausstellung "Stark und verletzlich" zeigt im Orangeriesaal von Schloß Nymphenburg Kunstwerke von Robert Dallet. Der Künstler hat zahlreiche Motive für das französische Modelabel Hermès geschaffen und hat sich Zeit seines Lebens für den Artenschutz eingesetzt.

Am Sonntag gingen wir mit Hermès auf Safari. Den Tropenhelm und unsere Koffer haben wir getrost zu Hause gelassen. Denn wir hatten es nicht weit. Die Wildtiere Afrikas sind für zehn Tage in den Orangeriesaal des Schloss Nymphenburg eingezogen. Palmen und allerlei Geräusche sorgen für das nötige Dschungelfeeling.

Die Familien Hermès und Dallet stellten die Kunstwerke aus ihren Privatsammlungen für die Austellung zur Verfügung

Die Ausstellung “Stark und verletzlich” zeigt eine Auswahl von Illustrationen des französischen Künstlers und Naturforschers Robert Dallet, dessen exotische Motive sich gleichzeitig auch auf vielen Seidentüchern, den sogenannten Carrés, der Modemarke wiederfinden. Bereits in den achtziger Jahren begann die Zusammenarbeit Dallets mit Hermès, welche sich in den neunziger Jahren fortsetzte. Seine Carrés Kenya und Äquator wurden zu Bestsellern. Für mich deshalb in der Ausstellung besonders interessant: die Gegenüberstellung der wesentlich bunteren Originalskizze von “Jungle Love” im Vergleich zum gedruckten Seidentuch in edelen Grautönen, wo ein Leopardenpärchen im Zentrum steht.

Einige der gezeigten Themen finden sich zudem auf einer Porzellankollektion wieder, die es entweder online oder in einer der Hermès Boutiquen zu kaufen gibt. Neben Leoparden sind auch Tiger, Löwen, Geparde, Puma, Schneeleoparden sowie Nebelparder ausgestellt. Die Bilder wurden aus zwei Privatssammlungen zusammengestellt, nämlich der von Emile Hermès und der der Familie Dallet. Doch die Besucher sollen sich nicht nur an den Werken erfreuen, sondern auch ihr Bewusstsein für den Tierschutz soll geschärft werden. Die Ausstellung, die bereits in New York mit grossen Erfolg gezeigt wurde, ist in Zusammenarbeit mit der Organisation Panthera entstanden.

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Mit einer Lupe ist man den Katzen und dem Künstler noch näher | Foto: Monika Schreiner

Die Austellung soll den Schutz der Großkatzen unterstützen

Robert Dallet begann sich bereits Mitte der siebziger Jahre für Afrika  zu interessieren und unternahm mehrere Reisen dorthin. Fasziniert von den Tieren in der freien Wildbahn war es fortan sein Ziel die Vielfalt der Arten zu erhalten. Diesen Willen versuchen die Erben des 2006 gestorben Künstlers zusammen mit Hermès fortzuführen. So kommt der Erlös des quadratischen Seidentuch „Panthera Pardus“ – zu deutsch Leopard – der Tierschutzorganisation Panthera zu Gute. Denn es zeigt sich immer mehr, dass durch den Menschen das ökologische Gleichgewicht empfindlich gestört ist und besonders die Wildkatzen stehen dadurch kurz vor der Ausrottung.

Die Ausstellung ist übrigens, abgesehen von dem Film im Vorraum, familiengeeignet. Eine schöne kleine Alternative zu dem benachbarten Museum “Mensch und Natur”. Für die Kleinen gibt es verschiedene Blätter zum Ausmalen, Lupen und andere Dinge zu erkunden. Begleitend zur Ausstellung ist auch das Buch „Fierce and Fragile“ erschienen.

Stark und Verletzlich

Die Ausstellung  mit Werken (in Wasserfarbe, Öl, Acryl, Tinte, Bleistift) von Robert Dallet geht noch bis zum 22.06.2016 und ist täglich von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet. ( Donnerstag bis 20.00 Uhr ). Der Eintritt ist frei.

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