Blickfang Design Messe 2014

Die internationale Designmesse Blickfang war am letzten Wochenende zum ersten Mal im Müncher Postpalast an der Hackerbrücke zu Gast.
Blickfang München 2014 / Foto: Monika Schreiner
Blickfang München im Postpalast / Foto: Monika Schreiner

Es ist Sonntag. Die Sonne lacht vom Himmel und der Frühling ist überall zu spüren. Eigentlich viel zu schönes Wetter für eine Messe, wäre da nicht die Blickfang zum ersten Mal zu Gast in München. Die bayerische Landeshauptstadt macht den Anfang im Reigen der Städte Stuttgart, Basel, Hamburg, Kopenhagen, Wien und Zürich. Die Orte wechseln, das Konzept bleibt. Die jährlich stattfindende Messe sieht sich als eine Art Designkaufhaus. Drei Tage lang können die Besucher nicht nur Neues im Bereich Design erfahren, sondern auch direkt mit den Designern vor Ort über ihre Produkte sprechen und bei Gefallen auch sofort kaufen. Das adäquate Ambiente bot der Postpalast, an sich schon eine Art Ikone. Und die Münchner liessen sich nicht lange bitten. An die 9300 Besucher zählten die Veranstalter.

Erwartet habe ich von den Ausstellern primär Möbel und Produkte, gesehen habe ich mehr Textiles und Accessoires. Eine besondere Freude bereitete mir das Gespräch mit der Modedesignerin des Labels Aéthérée, deren Kleider im Spannungsfeld zwischen fraulicher Verspieltheit und dem herben Charme männlicher Stoffwelten liegen. Zu Recht wurde die Schweizerin im Bereich „Mode & Schmuck“ mit einem der von MINI gestifteten Preise bedacht. Auch das Wiedersehen mit Nix Design aus Berlin und den Damen von Wearpositve zauberte mir ein Lächeln auf das Gesicht. Beide haben einzigartige Schnitte. Das Besondere des Münchner Ökolabels WearPositive ist der vielseitige Einsatz eines einzelnen Kleidungstücks. Ein Teil ist zugleich Cape, Rock, Oberteil. Das ist besonders praktisch, wenn man mit kleinem Gepäck in den Urlaub fahren möchte.

Meine Neuentdeckung in Sachen bayerischer Lebensart sind die Objekte von Res Anima. Den Dackel „Muk“ aus Loden hätte ich gerne gleich mit zu mir aufs Sofa genommen und die in Farbe „gedippten“ Bierkrüge „Seidla“ würden sich gut in meinem Regal machen. Die beiden Designer aus dem Schwäbischen sind allerdings noch so frisch auf dem Markt, dass wer sich für deren Arbeiten interessiert, vorerst seine Bestellung noch per Email aufgeben muss.

Dackel von Res Anima auf der Blickfang München 2014 / Foto: Monika Schreiner
Dackel von Res Anima auf der Blickfang München 2014 / Foto: Monika Schreiner

Den größten Anklang bei den Besuchern fanden sicherlich die schönen Worte der No Gallery. Deren Begriffe und Sätze aus Holz für die Wand in kleiner und grosser Ausführung waren heiss umkämpft und ich möchte wetten, dass jeder zweite Besucher hier sein neues Lebensmotto mit nach Hause genommen hat.

Blickfang München 2014 / Foto: Monika Schreiner
Schöne Worte von No Gallery auf der Blickfang München 2014 / Foto: Monika Schreiner

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