Frauensache(n)

"Bindegewebe" von Sybille Kobus | Foto: Monika Schreiner ISARBLOG
„Bindegewebe“ von Sybille Kobus | Foto: Monika Schreiner ISARBLOG

Wer schon immer einmal in die Handtaschen fremder Frau blicken wollte, der ist bei der Ausstellung von Sybille Kobus in der Galerie des Schwabinger Grafikdesignstudio 84GHz genau richtig. Die an der Wand hängenden Taschen dürfen nicht nur, sondern sollen sogar gründlich von den Besuchern inspiziert werden und was da zu Tage kommt, birgt so manche Überraschung. Schnaps, Würste, Glücksbringer. Doch nicht genug der Ironie. Auch vor anderen Gegenstände, die frau so braucht, macht die Künstlerin keinen Halt. An der gegenüberliegenden Wand wächst aus einer weiteren Tasche ein aus Ohrenstäbchen gefertigter Teppich die Wand hoch. Mein Lieblingswerk heißt „Bindegewebe“. Hierbei handelt es sich um eine das ganze Kellergewölbe überspannende Installation aus Strumpfhosen. Feministische Kunst par excellence und für mich auch eine Hommage an deren Entstehung in den 60er und 70er Jahre.

Die Ausstellung „Bindegewebe“ ist bis zum 6. Dezember wochentags von 15 bis 18 Uhr in der Georgenstraße 84 für Besuche geöffnet. Die Kuratoren Michael Wladarsch und Dr. Sylvia Katzwinkel haben übrigens Anfang des Jahres für ihr weiteres Projekt Kunst im Karrée den Schwabinger Kunstpreis bekommen.

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