Vielseitige Keramik von Annika Schüler

Annika Schüler gehört zu den kreativsten Keramikerinnen in München. Aus Porzellan fertigt sie nicht nur Teller, Vasen, Bierkrüge, sondern auch Schmuck und beteiligt sich darüberhinaus an diversen Kunstprojekten. Durch ihre Offenheit entstehen immer wieder aufs Neue die spannendsten Projekte.

Gelernt hat Annika Schüler ihr Handwerk in der Keramikfachschule in Landshut, bevor die geborene Erlangerin in die weite Welt hinauszog, um der Keramik von ihrem verstaubten Image zu befreien. Nach einer Zeit in Neuseeland hat sie sich schließlich im schönen München niedergelassen und 2011 ihr eigenes Atelier in der Maxvorstadt gegründet.

Farbige Schalen von Annika Schüler | Foto: Monika Schreiner

Den Showroom Nō10 teilte sie sich sechs Jahre mit der befreundeten Schmuckdesignerin Claudia Lassner von Cocii. Dort hatte sie lange Zeit nicht nur ihren Laden, sondern auch ihre Werkstatt. Sie bestand auch noch eine Weile weiter, als Claudia Lassner in die Ladenwerkstatt von Kathrin Heubeck ins Gärtnerplatzviertel wechselte.

Als sich jedoch eine Gelegenheit für Annika Schüler bot, die Werkstatt ins Westend umzuziehen, gab sie den Showroom auf. Dafür erschlossen sich andere Gelegenheiten, ihre Produkte zu präsentieren. So zum Beispiel der Popup Store Coco Monaco am Marienplatz (nun leider geschlossen) oder die Geschäfte Allerhand Clalue, A Happy Place und Hier Store, wo Annika mit ihren Keramiken auch jetzt noch vertreten ist.

Annika Schüler bei der Arbeit | Foto: Monika Schreiner

Inzwischen hat Annika ihre neue Werkstatt soweit umgebaut, dass sie auch dort wieder direkt an Kunden verkaufen kann, natürlich nur mit Absprache.

Blick in die neue Werkstatt von Annika Schüler | Foto: Monika Schreiner

Fertigte Annika Schüler am Anfang ihre festen Kollektionen, wie „Seegras“ oder „Gold“, treten in letzter Zeit immer mehr Kunden mit Spezialaufträgen an die Keramikmeisterin heran. Das sind vor allem Aufträge aus der gehobene Gastronomie, wie von dem Restaurant Broeding, der ehemalige Werneckhof by Geisel oder Das Kulinariat.

Becher oder Blumentopf – die Keramiken sind vielseitig einsetzbar | Foto: Monika Schreiner

Aber auch Shops schätzen ihre Produkte. Eines meiner Lieblingsprojekte sind die farbenfrohen Küchenmörser, die sie für den Laden „Bazar Rosie“ angefertigt hat. Weitere Highlights der letzten Jahren waren die Bierkrüge für die Brauerei Isarkindl und für das Dachauer Volksfest (die über die Samstagskinder verkauft wurden) oder das Geschirr für den Museumsladen des Klosters Beuerberg.

Langjährige Kooperation mit Porã Ité | Foto: Monika Schreiner

Annika arbeitet aber auch mit kleinen Münchner (Mode)Labels zusammen. Für Porã Ité hat sie die Blumentöpfe für die Makramee Ampeln angefertigt und zusammen mit Wondervoll.me hat sie 2018 eine kleine Schmuck-kollektion mit Anhänger und Ohrringen herausgebracht. Und es folgte wenig später ein wundervolles Kindergeschirr für Love Kids Wear.

Kollektion für Love Kids Wear | Foto: Monika Schreiner

Ein Austausch mit anderen Kreativen ist Annika Schüler sehr wichtig, denn daraus schöpft sie ihre kreative Energie. Diese stellt sie in künstlerischen Arbeiten unter Beweis. Zusammen mit der Modedesignerin Stephanie Kahnau hat sie 2020 im Rahmen der MCBW das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt Shelter in the White im Maximiliansforum umgesetzt. „Das Besondere daran war“, sagt Annika Schüler, „frei sein, kreativ sein und das gemeinsam mit jemanden, den man sehr mag und schätzt, ohne an das Geld verdienen denken zu müssen“. 

Aber das war längst nicht ihr einziger Ausflug in Sachen Kunst. Bereits ein Jahr davor war die Keramikmeisterin mit einem Baum in der Skultpurenlichtung des Kunstdünger e.V. in Valley vertreten.

Baum mit Porzellanblätter Skultpurenlichtung in Valley | Foto: Monika Schreiner

Und weil Annika auch sozial etwas bewegen will, organisiert sie privat zusammen mit Niels Klaunick von der Compagnie Nik im Winter bei sich in den Räumlichkeiten kulturelle Abende, um soziale Projekte zu unterstützen. Die Reihe heißt: Drei Abende in der Guldeinstr. 28 und bietet den Besuchern Konzerte und Lesungen. Momentan allerdings sind sie in Coronabedingter Pause.

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