Das Leben ist ein Ponyhof

Es ist ein herrlicher Sonntag Nachmittag in Freising, fast frühlingshaft. Wir folgen zu Fuss den Schildern "Europäisches Künstlerhaus Schafhof" durch die Stadt. Angekommen auf der Anhöhe streicht ein warmer Wind über das Land und in weiter Ferne sieht man die Umrisse der Berge.

Es ist ein herrlicher Sonntag Nachmittag in Freising, fast frühlingshaft. Wir folgen zu Fuss den Schildern „Europäisches Künstlerhaus Schafhof“  durch die Stadt. Angekommen auf der Anhöhe streicht ein warmer Wind über das Land und in weiter Ferne sieht man die Umrisse der Berge. Wir kommen gerade rechtzeitig zur Performance von Alexandra Vogt, die vier Wochen zusammen mit Ihren Pferden zu Gast im Schafhof Freising, dem Künstlerhaus des Bezirks Oberbayern, war und heute Abschied feiert. Ihre Pferde samt Mädchen stehen schon bereit. Aus den Araberpferden sind jedoch mittels Bemalung Zebras geworden, die nun übers Hofgelände geführt werden und schließlich mit Socken durch den Ausstellungsraum. Nicht alle Besucher begleiten die kleine Karawane wieder mit nach draussen und verweilen dort bei den Werken der Künstlerin deren Schwerpunkt im Schafhof auf Malerei und Collage liegt.

In vier Boxen sind Frauenportraits in allen Formaten zu sehen, die sich mit Tiergestalten vermischen. Auf einer Collage lese ich auf einem Ausriss aus einer Modezeitschrift : Wo die Stille wohnt. Dies ist auch der Name der Ausstellung. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Cafe noch eine Box mit weiteren Werken. Diese bilden eine eigene Gruppe. Grundlage sind Modebilder aus Zeitschriften, die mit weisser Farbe übermalt und somit fast unkenntlich gemacht wurden. Sie wirken in Ihrer Reihung wie eine gespenstische Ahnengalerie. Zentral für mich im Werk von Alexandra Vogt sind jedoch die Performances mit oder ohne Pferd und deren „Dokumentation“ mittels Fotografie. Das „Bild im Bild“ ist ein immer wiederkehrendes Motiv. So findet man einige Gemälde der Ausstellung auf Ihren Fotos wieder, wodurch diese für mich Ihre eigentliche Bedeutung bekommen. Beide verschmelzen zu einer poetisch melancholischen Märchenwelt, zu einem Dialog Mensch Tier.

Gerade zur Ausstellung erschienen ist auch die erste Monografie der Künstlerin, die mich durch Ihre eigenwillige Bildsprache jedes Mal aufs Neue fasziniert.

> Webseite von Alexandra Vogt

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