#architecture/ #art 6. September 2013 //

Spielwiese der Kunst

Aus der Not geboren, mit Fantasie umgesetzt und mein persönlicher Lieblingsort des Sommers, die Schaustelle der Pinakothek der Moderne. Ein grosses, in den Himmel ragendes Baugerüst als Übergangslösung für ein sanierungsbedürftiges Museum? Oben transparent, unten mit einem geschlossenen Veranstaltungsraum, daneben das “Dorf ” Schauing”, eine Ansammlung von Bretterverschlägen aus Holz.  Auch wenn es sich zunächst nicht so anhört, die Schaustelle ist ein einzigartiger Ort, weil sich hier das Museum öffnet und somit Kunst in den Alltag unterschiedlichster Menschen hineinträgt.   

Es herrscht ein interdisziplinäres Miteinander an bereits arrivierter Kunst und studentischen Projekten, was viel Patz zum Entdecken und sich Überraschen lässt. Ganz im Sinne der Pinakothek der Moderne, ein Haus das Design, Grafik, Architektur und moderne Kunst vereint. Mit seinem Eventcharakter trifft die Schaustelle den Nerv der Zeit und bringt Leben in das abends eher stille Museumsquartier, zum Beispiel mit den “Ober.Deck Sessions”. Hier kann man mit einem Getränk zu den Klängen unterschiedlichster Musik dem Sonnenuntergang entgegen schaukeln, während in den Räumen darunter ein Vortrag läuft oder eine Ausstellung gezeigt wird.

Am 14.09. sind die Sanierungsarbeiten nach fünf Monaten abgeschlossen und die Pinakothek der Moderne eröffnet am Open Art Wochenende wieder seine Türen, nicht ohne sich von der Schaustelle zu verabschieden. Es ist ein grosses Kunstarealfest geplant. Trotzdem macht sich Wehmut breit. Neben der Kunst werde ich die fantastische Aussicht auf die Stadt sowie Münchens wahrscheinlich höchsten Tischtennisplatz vermissen.

 

Ähnliche Artikel:

Keine Kommentare

Wie ist deine Meinung dazu?