#cafe 2. März 2014 //

Occam Deli

Seit ich vor einem halben Jahr zu ersten Mal vom Occam Deli gelesen habe, steht es ganz oben auf meiner gastronischen ToDo Liste für München. Zu einem weil ich ein ein Deli-Fan bin und zum anderen weil ich weiß, wer das Occam Deli betreibt. Das Lokal an der Ecke Occamstraße / Feilitzschstraße ist der jüngste Sproß der Betreiber, die auch hinter der Trattoria Seerose ( 100 Meter weiter in Richtung Englischer Garten ) und dem Theresa Grill in der Theresienstraße stehen. Da ich die beiden Lokale aufgrund Ihrer Einrichtung und ihres gastronischen Konzepts sehr schätze, war ich auf das Occam Deli sehr gespannt. Am letzten Freitag hatte ich endlich die Gelegenheit, dort vorbeizuschauen.

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Der Begriff Deli stammt aus New York und bezeichnet dort eine Art Delikatessengeschäft mit angeschlossenem Restaurantbetrieb. Das trifft auf das Occam Deli ebenfalls zu, allerdings fühlt es sich eher wie ein Cafe mit Abendkarte an. Die Speisen sind auf jeden Fall auch kosmopolitisch und mit dem Pastrami-Sandwich hat man einen typischen Deli-Klassiker auf der Karte. Das Pastrami-Sandwich stammt aus der jüdischen Küche und ist belegt mit Pastrami ( gepökelte und geräucherte Ochsen- oder Rinderbrust ) Senf und Essiggurken.

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Pastrami Sandwich mit Cole Slaw im Occam Deli | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Zum Sandwich gibt es Occam Deli noch einen sehr guten Cole Slaw dazu, so daß man davon locker satt wird. Man kann sich ein Sandwich auch gut teilen, dann ist noch Platz für einen der sehr lecker aussehenden Kuchen. Das Schwierigste dabei dürfte sein, sich für einen aus der großen Auswahl zu entschieden. Auf der Abendkarte stehen ebenfalls sehr viele interessante Gerichte, aber das Konzept der kleinen Probierteller wurde von uns noch nicht getestet. In erster Linie bietet sich das Lokal für ein Frühstück, zum Lunchen oder zum Kaffeeklatschen an.

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Die Einrichtung im Occam Deli ist ebenso überzeugend wie die in der Seerose oder im Theresa. Retro mag zwar nicht mehr jedermanns Geschmack sein, aber mir gefällt der Stil mit den dunklen Wänden und den filigranen Holzstühlen sehr gut. Auch sehr schön: die graublauen Teller und Schüsseln von Menu aus Dänemark. Ein Eingangsbereich mit dem Kuchenbuffet befinden sich Wandregale mit Delikatessen zum Mitnehmen.

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Occam Deli München | Foto: Gerhard Bauer ISARBLOG

Fazit: “Deli” hin oder her. Ob dieser Begriff auf dieses Lokal passt, darüber kann man streiten. Aber wie man das Kind auch nennen mag, das Occam Deli ist sehr schönes Lokal mit sehr gutem Essen und auch der nette Service sorgt dafür, daß man gerne wieder kommt!

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1 Kommentar

  • Antworten
    mint a. baba
    17. Juli 2015 at 01:22

    Schade, daß sich in München jüdische Kultur, auch in kulinarischer Hinsicht, immer noch verstecken muss. Sonst hätte man Pastrami-Sandwich nicht nur als Abklatsch, sondern aus erster Hand. Na, vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung.

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