#food 24. Juni 2015 //

Summsummsumm in der Stadt herum

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Bienenstöcke auf dem Dach des Pullman Hotels | Foto: Monika Schreiner

Auch wenn durch den Regen und die Kälte der letzten Tage das richtige Summerfeeling noch auf sich warten läßt, die Pflanzen gedeihen und die Bienen gehen in der Stadt fleißig ihrer Arbeit nach. Emsig sammeln sie den Nektar aus den Münchner Gärten und Grünanlagen zusammen und bestäuben gleichzeitig unsere Blumen und Bäume. Denkt man, das Landleben wäre eher was für sie, so liegt man falsch. Bienen brauchen zum Leben Vielfalt und diese finden sie auch auf den Balkonen, in Vorgärten und Parks der Stadt. Genauso wie wir Menschen, können sie aber in einem urbanen Umfeld nicht einfach irgendwo Quartier beziehen, sondern brauchen jemand, der sich um sie kümmert und ihnen ein Zuhause zur Verfügung stellt. Dieser jemand ist der Stadtimker. Galt es vor einigen Jahren noch als uncool, sich mit den kleinen Tierchen zu befassen, gibt es inzwischen sogar Menschen, die Bienenstöcke an so ungewöhnlichen Orten wie dem eigenen Balkon aufstellen.

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Franz Xaver Pareth bei der Arbeit | Foto: Monika Schreiner

Einer dieser Stadtimker ist Franz Xaver Pareth und auch er hat für seine Bienenvölker (im Moment sind es neun) einen ganz besonderen Standpunkt gefunden, nämlich auf dem Dach des Pullman Hotels.

Vor dort fliegen Bienen sowohl in Richtung des Englischen Gartens, aber auch in Richtung Olympiapark und tragen durch ihre Sammelleidenschaft dazu bei, dass die Hotelgäste jeden Morgen den hoteleigenen Honig aufs Frühstückbrot bekommen. Für alle denen es geschmeckt hat oder die noch ein Mitbringsel brauchen, gibt es zusätzlich an der Rezeption den Honig in kleinen Gläsern zu kaufen.

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Die Bienen auf dem Dach des Pullman Hotels | Foto: Monika Schreiner

Dennoch ist der Ertrag unterschiedlich. “2014 sind wir auf 120 kg gekommen, dieses Jahr wird es voraussichtlich weniger”, sagt Franz Xaver Pareth.  Je nach Ausbeute muss das Hotel so eventuell noch etwas dazu kaufen. Die Frage, ob die Hotelgäste etwas von den Bienen mitbekommen, verneit er. Sie seinen friedlich und würden sich nicht in die Zimmer verirren. Wäre auch blöd, denn sie haben auf dem Dach wohl eine der schönsten Aussichten auf den Münchner Norden.

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Honig von nearbees | Foto: Monika Schreiner

Für alle die die lokalen Imker zusätzlich unterstützen wollen, gibt es seit letzten Herbst eine Initiative namens nearBees, die Honig von privaten Imkern vermarktet. Auf deren Webseite kann man sich den Münchner Stadtteil aussuchen, aus dem man den Honig beziehen möchte (denn überall schmeckt er anders) und dieser wird dann in einem recyclefähigen Nachfüllpack ins Haus geliefert. Dessen Inhalt kann man in ein eigenes Glas umfüllen. Noch bis zum 26.06.2015 läuft eine Crowdfunding Kampagne bei startnext, bei der Ihr dieses Projekt unterstützen könnt.

Ein letzter Tipp noch. Wer mehr über Bienen wissen möchte, dem lege ich den Film “Queen of the sun” ans Herz. Dieser zeigt, wie wichtig die Bienen für uns sind.

 

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4 Kommentare

  • Antworten
    Sandra
    24. Juni 2015 at 13:07

    Das ist so eine tolle Idee! Ich habe mir die Webseite angeschaut; es sollten noch mehr Imker mitmachen, da zur Zeit nur ein Imker in Schwabing Honig anbieten kann.

  • Antworten
    So können Imker ihren Honig verkaufen | Gartenobjekte, Gartenkunst, Sonnenuhren und Wasserspeier
    15. August 2015 at 13:14

    […] und hat deshalb über Startnext Geld eingesammelt. Von dieser Initiative habe ich erstmals beim Isarblog gelesen. Da ich ja so gut wie keine Papierzeitungen lese sind Blogs meine erste Anlaufstelle für […]

    • Antworten
      Monika Schreiner
      20. August 2015 at 22:25

      Hab gerade den Blogbeitrag gelesen. Das ist ja ein Erlebnis: Honig direkt aus der Wabe zu essen und es ist richtig spannend zu lesen, was es konkret bedeutet, eine Patenschaft zu übernehmen. Gratulation. Viele schöne Erlebnisse noch mit Deinen Bienen.

  • Antworten
    Wolfgang
    15. August 2015 at 13:57

    Danke für euren Artikel hab nearbees auch auf startnext unterstützt und einen Artikel in meinem Gartenblog geschrieben. Euer Artikel ist dort auch gleich verlinkt.
    Gruss
    Wolfgang ( sonst unterwegs auf Ausflugsziele Bayerischer Wald) :-)

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