#food 2. Oktober 2017 //

Drei Food-Startups, die Ihr kennen solltet

Im letzter Zeit sind wir viel rumgekommen auf Märkten, Events und anderen Veranstaltungen. Dort haben wir viel probiert und kennengelernt. Dabei sind uns drei Food Startups aus München und Umgebung aufgefallen, die besonders interessante Sachen machen. Beim Food Start-up Table im Geschäft von Feinkost Käfer haben wir zum Beispiel Mama Lama entdeckt.

Eines von drei Münchner Food Startups: Mama Lama

Mama Lama

Als ich das erste Mal von Mama Lama gelesen habe, da wusste ich sofort, daß ich die Vinagrette probieren will. Das Lama auf der Flasche hab ich sofort in mein Herz geschlossen. Wenige Tage später stehe ich dem Gründer Scott Balaban gegenüber. Er erzählt mir, daß es in der Tat einige Monate gedauert hat bis er die richtige Flasche und das passende Design dazu hatte. Scott Balaban kommt ursprünglich aus der Werbung und da ist gutes Design wichtig. Das Lama hat er zusammen mit einer befreundeten Grafikerin entwickelt. Es gibt sie in verschiedenen Farben, für jede Geschmacksrichtung eine andere Farbe: Gelb für Honey & Mustard (Honig/Senf), Rosa für Strawberry & Mint (Erdbeer/Minze) und Grün für Sesame & Ginger (Sesam/Ingwer). Ich durfte alle probieren und mein Favorit ist Honey & Mustard, aber auch die anderen sind sehr lecker.

Ich frage Scott, wie es überhaupt zur Gründung seines Lablels “Dancing Foodies” gekommen ist. Er meinte, er hat bereits als Kind die heilenden Wirkung von Lebensmittel erfahren, als seine Mutter seine Ernähung aufgrund Asthmas umgestellt hat und damit grosse Erfolge erzielt hat. Mit seinen Dressings will er erreichen, daß sich die Menschen auch  im Alltag gesund ernähren und das ohne grossen Aufwand. Perfekt zum Mitnehmen für dem Salat im Büro.

Die Vinagette stellt Scott in seiner Küche in Holzkirchen selbst her und füllt sie dort auch ab. Alle Zutaten sind Bio. Deshalb sollte die Flasche sollte unbedingt kühl gelagert werden. Und warum Lamas? An Lamas gefällt ihm, dass sie so lustig aussehen und doch so selbstgewusst sind. Davon können wir uns eine Scheibe abschneiden, meint er. Auch der Name Dancing Foodies passt sehr gut, spielt Scott doch seit seiner Jugend in einer Band. Zum Abschluss bekomme ich noch ein leckeres Rezept für das Erdbeer/Minze-Dressing mit auf dem Weg, das ich unbedingt in den nächsten Tagen ausprobieren werde.

Mama Lama Bio Salatdressing

Hofgut Wandlbeck

Das Hofgut Wandlbeck liegt im Altmühltal, in der Nähe von Denkendorf. Der Fokus liegt auf nachhaltiger Bewirtschaftung. Es kann auf eine über 100 Jahre alte landwirtschaftliche Tradition zurückblicken. Gerhard Feigl und seine Frau stellen auf dem Hofgut Aufstriche, Gebäck, Sirup und Senf ohne Geliermittel, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker her. Die Rezepte haben eine lange Familientradition, aber es werden auch neue entwickelt bzw. an unsere Ernährungsgewohnheiten, wie zum Beispiel weniger Zucker, angepasst. Alles was nicht selbst von Hof kommt, wird von befreundeten Betrieben zugekauft. Die Marmeladen werden in der eigenen Manufaktur hergestellt. In Punkto Nachhaltigkeit finde ich sympathisch, daß saisonal produziert wird. Wenn etwas aus ist, dann ist es aus. Die Kunden müssen dann bis zur nächsten Ernte warten. Das macht die Marmeladen zu etwas Besonderem.

Gegründet hat das Ehepaar die Manufaktur bereits 2014, nach einem tragischen Einschnitt in der Familie. Da haben sie 120 Apfelbäume gepflanzt und sich zugleich neuen Aufgaben gewidmet. Überrascht war ich, als ich erführ, daß der Geschäftssitz der Manufaktur in München liegt. Das hat damit zu tun, daß Gerhard Feigl bisher noch in einem anderen Job tätig war. Nun will er sich aber ganz der Manufaktur widmen. Auf dem Firmenlogo zu sehen ist übrigens Max Feigl. Ihm sind die Produkte gewidmet.

Das Hofgut Wandlbeck verkauft seine tollen Produkte auf Märkten und so könnt ihr die Inhaber persönlich kennenlernen. Wenn Ihr mal die Marmeladen probieren möchtet, könnt Ihr das in München bei Farmer&Lou tun. Sie schmecken fantastisch auf einem Croissant. Ansonsten findet Ihr die Produkte auch im Internet oder in der Starnberger Eiswerkstatt.

Maison Gern

Maison Gern macht nur ein Produkt und das ist Kaffee. Keinen normalen Kaffee, sondern löslichen Kaffee mit einer sehr persönlichen Note. Dieser hat nichts mit dem Billigimage zu tun, das löslichem Kaffee anhaftet. Ihr könnt ihn Euch eher wie einen indischen Chai vorstellen, einem Schwarztee mit Gewürzen. Diesen gibt es bereits seit längerem als hochwertiges Pulver im Handel. Nun gibt es dasselbe auf Kaffeebasis und zwar aus München Gern.

Die Idee kam der Betriebwirtschafterin Lena Bernhofer – wie kann es anders sein – bei einer guten Tasse Kaffee. Zusammen mit Eva Reinstadler, die sie aus dem Studium kennt, haben sie eigene Kaffeemischungen auf Basis von Gewürzen entwickelt. Eva hat ihren ernährungswissenschaftlichen Hintergrund in Weihenstephan erworben und gibt ansonsten auch noch Kochkurse. Beide wollen Superfruits in den Kaffee bringen. Dabei herausgekommen sind ungewöhnliche Kreationen wie Rote Beete, Zimt, Kakao. Darüberhinaus gibt es noch grünen Kaffee, Ingwer, Zimt oder Balance Berry, Goji Beere, die subtropische Steinfrucht Lucuma und Vanille. Die Zutaten sind Bio, möglichst regional und ohne chemische Zusätze.

Superfruit Kaffee mit Rote Beete von Maison Gern| Foto: Monika Schreiner

Alle Sorten haben eine unterschiedliche Wirkung. Die Kombination Rote Beete soll zum Beispiel helfen bei Trubel einen klaren Kopf zu bewahren. Stärkung, Balance, Entspannung, Leichtigkeit. Das sind die angestrebten Wirkungen. Trotz des Produktionsort in München läßt sich ein gewisser asiatischer Einfluss ( Lena hat unter anderem in Shanghai studiert ) nicht ganz verleugnen. Trinken könnt Ihr den Kaffee mit verschiedenene Arten von Milch oder einfach nur mit Wasser.

Lena Bernofer mit Schwester beim Foodist Markt | Foto: Maison Gern

Die Idee zum Produkt kam Lena Bernhofer, wie sie mir verriet, Anfang des Jahres. Sie wollte Zucker reduzieren und mag selbst keine Milch im Kaffee, deshalb suchte sie nach Alternativen:

“…etwas was auch den Grund bzw. die Situation in der ich den Kaffee trinke unterstützt, also etwas für nach dem Essen für den Magen, etwas zum Konzentrieren wenn ich was erledigen muss, etwas für nach dem Sport, für eine ruhige Kaffee-Pause zum Entspannen etc. und eben alles ohne Chemie”.

Vor allem auch weil sie sehr viel unterwegs ist, musste eine praktische Lösung her. Die Produkte erhaltet Ihr über Amazon oder im Online Shop von Maison Gern.

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