#cafe 25. September 2015 //

Neuigkeiten aus der Backstube

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In der Backstube von Kuchentratsch | Foto: Monika Schreiner

In letzter Zeit war viel zu lesen von Katrin und Katharina und Ihrem Startup Kuchentratsch. Mit Ihrer sympathischen Idee, “Omas Kuchen” zu verkaufen wurden sie die Lieblinge der Presse. Das sieht man auch an den Wänden, wenn man den kleinen Laden in einem Münchner Hinterhof betritt. Dort hängen überall Zeitungsartikel von den beiden und natürlich auch von den backenden SeniorInnen. Im Gespräch bekomme ich jedoch den Eindruck, dass sie das gar nicht so sehr interessiert. In Gedanken arbeiten sie schon an ihrer nächsten Idee. Denn seitdem ich das erste Mal im April da war, ist einiges passiert. So zum Beispiel konnten sie mit Ihrer Crowdfunding Aktion Sponsoren für Ihr Projekt gewinnen und somit Ihre Backstube mit neuen energieeffizienten Geräten bestücken. Im Mai haben die beiden dann den Gründerpreis der Stadtsparkasse gewonnen haben und in diesem Zusammenhang ist auch ein Imagefilm entstanden.

Er zeigt, wie das Konzept der beiden Gründerinnen, alten Menschen soziale Kontkate zu ermöglichen und Ihre Rente aufzubessern, funktioniert. An die zwanzig Omas und ein Opa backen bei Kuchentratsch an drei Tagen die Woche Kuchen, die dann in Cafes (eine Liste findet Ihr unten) oder seit kurzem auch online verkauft werden.

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Opa Norbert ist der einzige Mann im Team | Foto: Monika Schreiner

Auch der geplante Verkaufsraum ist so gut wie fertig. Es fehlt hier und da noch an Farbe, aber bald können dort die Bewohner des Viertels einen Kaffee ( aus Bohnen der Rösterei Mahlefitz ) und einen Oma-Kuchen mitnehmen. Das Stück kostet drei Euro, ganze Kuchen liegen preislich zwischen zwanzig bis dreissig Euro. Bei der Auswahl der Produkte im Laden sowie bei den eingekauften Zutaten für die Kuchen achten Katharina und Katrin darauf, dass diese unter fairen Bedingungen entstanden sind. Weitere Stichworte sind Regionalität und Saisonalität. Die Bestelllieblinge der Cafes sind die Obst- und Käsekuchen. Diese werden dann entweder per Fahrrad oder mit einem Kurier ausgeliefert.

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Der beliebte Kuchentratsch Käsekuchen / Foto: Monika Schreiner

Bald werden die Omas auch eigene Visitenkarten bekommen. Dann kann man seine Bestellung der backenden Oma zuordnen. Auch durch ein anderes Projekt treten die BäckerInnen aus ihrer Anonymität hervor. Denn über München hinaus hat sich die Idee von Kuchentratsch rumgesprochen. Der frechverlag aus Stuttgart ist auf die Gründerinnen zugekommen und hat sie gefragt, ob sie sich nicht vorstellen könnten, ein Buch zu machen. Nach einer Bedenkzeit sagten beide ja und zusammen mit den Omas entstand ein rosarotes Backbuch mit Ihren Lieblingsrezepten. Seit zwei Wochen ist nun das Werk in den Buchhandlungen erhältlich.

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Das neue Backbuch und die Ladentheke von Kuchentratsch / Fotos: Monika Schreiner

Und was ist weiter geplant, frage ich? Zunächst mal ein gemeinsamer Ausflug auf die Wiesn, antwortet die Praktikantin Stefanie. Es ist nämlich so, dass manche der Omas sich gar nicht kennen, weil sie an verschiedenen Tagen bei Kuchentratsch arbeiten. Da ist ein solcher Ausflug eine schöne Abwechslung und bietet auch Gelegenheit, sich auszutauschen.

Und zu guter Letzt, jede Art von Unterstützung wird gerne angenommen. Sei es als neues Mitglied in den Reihen der backenden Omas und Opas sowie PraktikantInnen. Schaut einfach mal auf der Webseite vorbei.

Cafes mit Kuchen von Kuchentratsch:

Black Bean – Münchner Freiheit
Black Bean – Amalienstrasse
Genusszentrale – Puchheim
Standl 20 – Elisabethmarkt
Cafe Kreislauf – Daiserstrasse
Lekkerei  – Lieferservice
Banandi’s Deli und Feinkost – Bäckerstrasse

 

Kuchentratsch

Verkaufsraum und Backstube:
Landsberger Straße 59, 80339 München
http://www.kuchentratsch.com
https://www.facebook.com/kuchentratsch

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1 Kommentar

  • Antworten
    Erzähl ma(h)l! » ISARBLOG
    8. November 2015 at 11:30

    […] „Was werden meine Enkel über mich sagen“ unterhalten. Serviert wurde Omakuchen von Kuchentratsch. Dennoch komme ich nicht umhin, meinen Gesprächspartner nach dem wirklich tollem Büro zu […]

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