#cinema/ #music

Kofelgschroa Frei. Sein. Wollen.

„Soi ma ofanga?“ Mit diesen Worten beginnt das Album „Kofelgschroa“ der gleichnamigen Band aus Oberammergau. Dabei hatten die vier Musiker circa zwei Jahre vor der Aufnahme dieses Tonträger bereits schon aufgehört. Die Freude am gemeinsamen Musizieren hat jedoch Maxi Pongratz, Matthias Meichelböck und die Geschwister Michael und Martin von Mücke wieder zusammen gebracht. Der Film „Kofelgschroa – Frei. Sein. Wollen.“ erzählt nun die Geschichte der ungewöhnlichen Musikgruppe und wird ab morgen in bayerischen Kinos zu sehen sein.

Die Filmemacherin Barbara Weber hat die vier Musiker in der Zeit vor und nach der Trennung begleitet. Herausgekommen ist ein sensibles Portrait des Quartetts, das sich ungern in Schubladen stecken lässt. In den zahlreichen Interviews wird deutlich, welchen Prozess die vier jungen Oberammergauer durchlaufen und wie sehr sie darum kämpfen, die Anarchie ihrer Musik trotz des einsetzenden Erfolgs zu bewahren. Sie wandeln auf dem schmalen Grat zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und der Lust zur Provokation. Obwohl ihre Musik keinem Plan folgt, wissen sie doch ganz genau was nicht wollen. Vor allem wollen Sie ihre Musik nicht erklären müssen, was bisweilen schon zu äußerst absurden Interviews geführt hat. Sie wollen keine Profimusiker sein, sondern nur „Freizeitmusiker mit viel Freizeit“. Doch trotz oder gerade wegen Ihrer unprofessionellen Vorgehensweise hat sie das Münchner Musiklabel Trikont unter Vertrag genommen. Unter den Fittichen von Trikont wurde 2012 das Album produziert und seitdem auf zahlreichen Konzerten und Festivals zum Besten gegeben. Die Film zeigt zahlreiche Auftritte und dazwischen immer wieder Szenen aus dem Privatleben der vier Musiker. „Kofelgschroa Frei. Sein. Wollen.“ ist ein schöner Film, der nicht nur die Geschichte einer Band erzählt. Er zählt auch von von jungen Menschen, die auf dem Land leben, von dort weg gehen und wie es ist, wenn man wieder zurückkehrt. Er erzählt davon, was Heimat heute bedeuten kann und vom dem Wunsch, einfach das zu machen, was einem gefällt, ohne es erklären zu müssen.

Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen.

Ein Dokumentarfilm von Barbara Weber, Deutschland 2014

#wann Ab dem 07.08.2014 beim Kinobetreiber eures Vertrauens
#web kofelgschroa-derfilm.de

Titelfoto: Hagen Keller / taleofyears.de

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4 Kommentare

  • Antworten
    München
    6. August 2014 at 21:35

    Die jungs sind gut, erst vor wenigen Tagen hab ich sie zum ersten mal im BR gesehen – nicht schlecht macht so – Besingt unser schönes München und Bayern.. :)

  • Antworten
    Kleine Wiesnzelte auf dem Oktoberfest
    29. September 2015 at 09:35

    […] Tag andere Wirtshausmusikanten unter der Leitung von Josef Zapf. Darunter auch die Musiker von Kofelgschroa, die uns mit Ihrem unverwechselbaren Sound ein persönliches Ständchen darbrachten. Hier von […]

  • Antworten
    Aktuelle Filme in Münchner Kinos
    5. Dezember 2015 at 09:16

    […] spontane Besuche an. Während des DOK.fest laufen hier zahlreiche Filme und auch die Premiere des Films über Kofelgschroa wurde hier […]

  • Antworten
    The White Paper Festival 2017 Papierfabrik Dachau - ISARBLOG
    30. Mai 2017 at 10:45

    […] erwartet die Besucher ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Wir freuen uns besonders auf Kofelgschroa, aber auch die Gamskampler, Die Zitronenpüppies, die Express Brass Band, Ami, Sophie Grobler oder […]

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