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Die Natur erleben im Hotel Pfösl

Im Juli hatten wir das große Vergnügen ein paar Tage in Südtirol im Eggental /Val d’Ega verbringen zu dürfen. Übernachtet haben wir im Hotel Pfösl in Deutschnofen. Das Hotel Pfösl ist in vieler Hinsicht ein besonderes Hotel. Das bemerken wir gleich beim Betreten des Foyers. Durch den Raum zieht der Geruch der Kräuter, die auf dem Tresen der Rezeption geräuchert werden. Kräuter sind Teil des Konzepts und die Natur spielt hier eine große Rolle – drinnen wie draußen, wie wir noch erfahren werden.

Südtiroler Spezialitäten und Brot aus dem Steinbackofen

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, machen wir uns gleich auf den Weg zur alten Scheune, die neben dem Hotel steht. Alt & neu – auch das ist typisch für das Hotel Pfösl. Unter dem Vordach empfängt uns Brigitte Zelger, die zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Schwager das Hotel betreibt. Brigitte Zelger macht gerade eine Ausbildung zur Kräuterexpertin und wir lernen bei ihr die Zubereitung eines Sauerteigbrots. Zuvor zeigt sie uns die Hochbeete, in denen das Hotel die Gewürze und Kräuter für das Brot selbst anbaut. Zusammen pflücken wir ein paar Blüten, mit denen wir die Brote verzieren werden. Den Brotteig machen wir aus folgenden Zutaten: Sauerteig, Roggenmehl, Kamut, Vollkorn und Kleie. Die Gewürze für sein Brot darf sich jeder selbst aussuchen. Das typische Brotgewürz in Südtirol ist der Brotklee, von dem ich auch ein bisschen auf mein Brot streue. Nachdem wir die Laibe geformt und verziert haben, kommen diese auf einem großen Brett in die Küche, wo die Brote gebacken werden.

Was für ein Glück, dass wir an einem Donnerstag angereist sind, denn an diesem Tag wird jede Woche der 300 Jahre alte Holzbackofen eingeheizt. Küchenchef Markus Thurner höchstpersönlich steht ab 18 Uhr am Ofen und backt Brote, deren Geschmack sich mit Worten nur schwer beschreiben lassen. Vom Trüffelbrot, Chilikäsebrot, Speckbrot und allen anderen Sorten kann man gar nicht genug bekommen. Dazu gibt es Südtiroler Spezialtäten wie Speck, Käse, Rettich als Vorspeise im Freien.

Danach geht es hinein ins Restaurant, das wie das ganze Erdgeschoß des Hotels im Frühjahr 2017 komplett neu gestaltet wurde. Wenn man die Fotos vom Hotel Pfösl vor dem Umbau sieht, kann man nicht glauben, was hier in in nicht einmal drei Monaten geschaffen worden ist. Der Pföslhof wurde bereits 1510 das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Das heutige Hotel geht zurück auf einen Gasthof von 1950, der als Unterkunft für Pilger diente. Nach mehreren Erweiterungen in den letzten Jahrzehnten stand in diesem Jahr ein weiterer großer Umbau an. Auslöser war das defekte Schwimmbad.

Neben dem neu gestalteten Erdgeschoss und Wellnessbereich wurde das Hotel um weitere Suiten, drei freistehende Chalets und einen Infinity Pool erweitert. Ausserdem haben die Architekten Bergmeister Wolf aus Brixen dem Hauptbau des Hotels eine neue Fassade vorgestellt, die mit dem Andreaskreuz ein typisches Südtiroler Detail aufgreift und dem Hotel trotzdem ein sehr modernes Erscheinungsbild verleiht. Modern geht es auch in den neuen Innenräumen zu. Foyer und Restaurant sind minimalistisch mit schwarzen Wandflächen und viel Zirbenholz gestaltet. Die geschmackvolle Dekoration und einige Vintagemöbeln verleihen den Räumen Wärme und Persönlichkeit.

Beim Abendessen dürfen wir zum ersten Mal die regionale Küche von Küchenchef Markus Thurner genießen. Er kocht sehr viel mit frischen Kräutern und seine Küche ist alpenländisch geprägt. Aber auch Fisch und mediterrane Gerichte stehen auf der Karte. Das Fleisch kommt zum Großteil aus der Region und die Jäger aus Deutschnofen beliefern das Hotel mit frischem Wildbret. Die Küche verfügt über eine kleine Metzgerei und verarbeitet wenn möglich ganze Tiere.

Die Gäste können jeden Abend zwischen verschiedenen Gängen auswählen und sich ihr Menü zusammenstellen. Das Pfösl versorgt seine Gäste mit einer 3/4 Pension, sprich es gibt ein Frühstücksbuffet, leichte Gerichte am Nachmittag vom Buffet sowie ein mehrgängiges Menü am Abend.

Abendessen im Hotel Pfösl - ISARBLOG

Parpadelle vom Quendel mit Wildschweinpfeffer, Pfifferlinge und Oro Nero | Foto: Monika Schreiner

Am nächsten Morgen erwarten uns die selbst zubereiteten Brote in einer Papiertüte am Frühstückstisch. Selten habe ich mich so über einen Laib Brot gefreut und ich habe fast nichts Anderes zum Frühstück gegessen wie das frische Brot mit Butter. Was uns am Frühstück ebenfalls sehr gut gefallen hat: Neben einem großen Korb mit Obst und Gemüse steht ein Entsafter, mit dem sich jeder Gast seinen eigenen Frühstückssaft zubereiten kann. Die Zubereitung unseres Apfel-Ingwer-Sellerie-Karottensaft geht ganz schnell und wird zum morgendlichen Ritual für die kommenden Tage.

Natur pur – Drinnen und draussen

Nach dem Frühstück haben wir die “Qual” der Wahl. Raus in die Natur oder einen Tag im Spa verbringen? Das Hotel Pfösl bietet ein umfangreiches Wellness-Angebot mit Naturprodukten und regionalen Anwendungen. Der ebenfalls komplett neu gestaltete Wellnessbereich bietet verschiedene Kräutersaunen und Ruhebereiche zum Entspannen. Das neue Schwimmbecken ist mit 20 Meter sogar für sportliche Schwimmer lang genug. Geräumig ist auch die neue Außensauna „Das Ritual“, die mit einer großen Fensterfront den Blick nach draußen freigibt. Egal ob in der Sauna, auf der Liegewiese, im Whirlpool oder auf den Schaukeln: Es gibt so viele gemütliche Plätze zum Relaxen und fast überall hat man eine traumhafte Aussicht auf die umliegenden Berge. So schön kann Nichtstun sein!

 

Natürlich haben wir auch außerhalb vom Hotel Pfösl im wunderbaren Eggental viel erlebt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Tag in dieser schönen Umgebung zu verbringen. “Aktiv in der Natur” ist das Motto für einen Tag im Eggental. Das Hotel selbst bietet geführte Wanderungen, eBike Touren oder viele andere Aktivitäten an. Vor allem das nahe gelegene Latemar Gebirge, das zum Welterbe der Dolomiten gehört, sollte man unbedingt zu Fuß oder mit dem Mountainbike erkunden. Was wir dort alles unternommen haben, erfährst Du in den nächsten Tagen hier im Blog…

HOTEL PFÖSL

Schwarzenbach 2, I-39050 Deutschnofen
http://www.pfoesl.it/

Vielen Dank an Eggental Tourismus und das Hotel Pfösl für die Einladung zu diesem Aufenthalt!

Alle Fotos: Monika Schreiner ISARBLOG

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