#cafe 9. Dezember 2015 //

Auf einen Kaffee mit … Hermann Köpf von CRAFTRAD

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Hermann Köpf vor dem Cafe Mahlefitz | Foto: Monika Schreiner

Inspiriert durch das Interview mit Lola Paltinger, hab ich mir gedacht es wäre schön, daraus eine Reihe auf ISARBLOG zu machen. So hab ich mich am Freitag vor drei Wochen mit Hermann Köpf getroffen, dem Chefredakteur des Motoradmagazins CRAFTRAD. Unseren Kaffee trinken wir dieses Mal im Mahlefitz in der Nymphenburger Strasse. Anlass ist die zweite Ausgabe des Magazins, welche zeitgleich auf den Markt gekommen ist. Hätte ich mich von Tatjana Kerschbaumer leiten lassen, die auf Meedia.de zur ersten Ausgabe geschrieben hat “Ob beabsichtigt oder nicht, Craftrad ist nicht unbedingt Frauensache”, sässe ich wohl nicht hier. Doch für mich hat das Heft sehr schöne Reportagen, die es auch für Frauen spannend macht das Heft zu lesen. Besonders die Geschichte mit Orlando Bloom hat mich schwer beindruckt.

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Zweierlei Genuss – Kaffee und Craftrad | Foto: Monika Schreiner

Aber worum geht es in der Zeitschirft eigentlich? Die Zeitschrift CRAFTRAD ist Ausdruck des Lebensgefühls einer Szene, in der sich alles um die Leidenschaft zum Motorrad und Design dreht. Es sind primär Vintagemodelle, die im Mittelpunkt der Geschichten stehen. Ihre Besitzer haben sie mit viel Liebe zum Detail restauriert, aber auch modernisiert und nach Ihren Vorstellungen verändert. Das Wort “Selbermachen” steckt auch in dem Namen CRAFTRAD drin, craft steht im Englischen für Anfertigen/Handwerk. Natürlich ist Hermann selbst begeisterter Motorradfahrer und Schrauber. Insgesamt besitzt er fünf Motorräder. Bereits als Fünfjähriger durfte er öfters auf einer Sachs Presto Baujahr 39 im Garten des Nachbars fahren. Seitdem läßt ihn die Motorradbegeisterung nicht mehr los. Mit seinen Motorrädern ist der Münchner oft weite Strecken unterwegs und hat in den letzten Jahren eine Veränderung der Szene beobachtet. Gerade in Frankreich, Spanien und England flüchten viele Kreative vom Schreibtisch in die Werkstatt. Sie kaufen ein altes Motorrad und richten es nach Ihren Vorstellungen her. Der Chefredakteur spricht von einem  Trend weg vom Massenprodukt hin zum indiviudellen Liebhaberstück. Aber Vorsicht – das hat nichts mit der klassischen Oldtimerliebhaberei zu tun.

Das globale Interesse wächst und natürlich möchte man sich da insprieren lassen, was andere machen, was sie kaufen, wo sie sich treffen. Das gab es bisher nichts auf dem deutschen Markt, meint Hermann. Bisher geschah das primär über englischsprachige Zeitschriften. Und so hat er – selbst ein Kreativer – zusammen mit den beiden Berliner Jan Zühlke  und Christoph Blumberg beschlossen, diese Lücke auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt zu schliessen. Die Idee zu CRAFTRAD war geboren. Die erste Ausgabe des Magazins kam gut an bei den Lesern, den Kritikern und auch bei der Industrie, erzählt Hermann. Für nächstes Jahr ist deshalb sogar eine vierteljährliche Erscheinungsweise sowie ein Sonderheft geplant.

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Einblicke auf neue Reportagen | Foto: Monika Schreiner

Neugierig geworden? Das CRAFTRAD – Magazin für Motorradkultur bekommt ihr online (Einzelausgaben und Abos), sowie im Bahnhofsbuchhandel oder in München bei soda Books in der Rumfordstraße. Schaut auch mal bei Facebook vorbei, dort läuft im Moment ein Adventskalender mit tollen Preisen.

Nachtrag: Mit der Ausgabe 4 ist Hermann Köpf nicht mehr als Chefredakteur an Board des Craftradteams, was wir natürlich sehr schade finden. Bleibt die Frage, wie sich das Magazin dadurch verändern wird. Mit der nächsten Ausgabe – sie erscheint im Juni 2016 – wissen wir mehr.

 

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1 Kommentar

  • Antworten
    Linda
    30. Dezember 2015 at 19:16

    Ich liebe solche unkonventionellen Interviews, man hat bei diesen das Gefühl mit dem Kaffee in der Hand daneben zu sitzen und zu zu hören. Gern mehr davon.

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