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Como en casa – ( Essen ) wie zuhause

[dropcap]S[/dropcap]upperclubs gibt es gar nicht so viele in München. Bisher haben wir nur die Secret Dinners von Stella Cocina und den von Tisch & Thymian kennengelernt, der damals im Haeppi Pieces  gastierte. Letzteren gibt es leider nicht mehr, aber dafür hat sich eine der Mitorganisatorinnen dem Supper Club Como en Casa als Frau Menganita angeschlossen. “Como en Casa” kann mit (Essen) wie zu Hause übersetzt werden. 

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Das Menu steht auf der der Papiertüte | Foto: Monika Schreiner

Ins Leben gerufen wurde er von Herrn Fulano und Frau Fulanita. Achtung, bei den Namen handelt es sich um Pseudonyme. Die Übersetzung aus dem Spanischen lautet dann auch Herr und Frau Soundso. Die Beiden wohnen erst ein paar Jahre in München und es macht ihnen einfach Spaß ihre Gäste zu bewirten und vor allem zu kochen. Die Einflüsse sind vielfältig, aber einer großer Teil kommt aus der südamerikanischen Küche. Nun ist die Crew um Frau Menganita reicher. Sie erweitert das Küchenspektrum um Italien.
Auch deshalb sind wir schon ganz gespannt auf den Abend. Wegen des launischen Wetters reisen wir mit dem Bus an und sind besorgt, dass der Umtrunk, der im Freien stattfinden soll, ausfällt. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und so trinken wir den Pimms Cocktail im Freien, bevor wir dann in die Wohnung wechseln. Dort empfängt uns ein sehr liebevoll gedeckter Tisch, der sich in der Mitte des Raumes befindet. Ich bin ganz fasziniert von der Tischdecke, die aus den Seiten eines alten Buches gestaltet ist.

Como en Casa Supperclub München / Foto: Monika Schreiner

Ein stimmungsvoller Abend | Foto: Monika Schreiner

Insgesamt sind wir acht Gäste, davon drei Pärchen und zwei einzelne Personen. Bei der Platzwahl mischen wir kräftig durch, schliesslich wollen wir uns gegenseitig kennenlernen. Auf der Brottüte, die neben jedem Gedeck liegt, steht das Menu des heutigen Abends. Ein richtiges Fünfgänge Menu und alles hört sich wunderbar an. Als Gruss aus der Küche gibt es Parmesanmousse auf Tomatencarpaccio. Danach als Vorspeise eine gebratene Jakobsmuschel, grünen Spargel mit einem grünen Bohnenmousse mit Vermouth-Sosse. Als Zwischengang selbstgemachte Cappelletti gefüllt mit Süsskartoffeln in Lemongrass-Kokossosse. Alles wahnsinnig toll angerichtet und fantastisch im Geschmack.

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Hochstapeln mit Fisch | Foto: Monika Schreiner

Von wegen Essen wie zu Hause. Im Alltag schafft man kein so aufwändiges Menu, selbst wenn man Gäste hat, denn dann würde wirklich man die ganze Zeit in der Küche verbringen. Apropos Küche, jetzt wage ich einen Blick hinter die Kulissen und besuche Herr Fulano in seinem Reich. Er kocht auch im Alltag gerne und viel und hat sich zum grossen Teil die wunderbaren Rezepte selbst ausgedacht. Kochen ist, wie er sagt, für ihn Entspannung. Der Supperclub ermöglicht ihm Dinge auszuprobieren, die er sonst nicht in dem Maße umsetzten würde. Inspirationen bekommt er zum Beispiel auf Reisen. So waren die drei von Como en Casa kurz vor unserem Abend waren gemeinsam in Cinque Terre in Italien.

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Süsses für die Gäste – Earlgrey Sirup zum Mitnehmen Foto: Monika Schreiner

Wichtig auch, alle legen Wert auf Qualität, eingekauft wird frisch auf dem Markt. Da der Hauptgang ansteht und viel zu tun ist, verlasse ich die Küche wieder. Etwas Ausgefallenes steht auf der Speisekarte. Es ist ein schiefer Turm aus frittierter Pasta mit gegrillten Seeteufel und einer Tomaten-Balsamico-Salsa mit Hokkaidokürbis zusammen mit einem Kapern-Sardellenpesto. Sehr lecker. Zum Abschluss gab es noch, wie könnte es anders sein, etwas Süßes. Ein weisses Schokomousse mit Erdbeeren und Mandelkrokant. Inzwischen ist es kurz nach zwölf Uhr. Alle sind satt und glücklich, da kommt noch „ausserplanmässig“ ein Kuchen mit Lichter angeflogen. Ein Geburtstag. Der von Frau Menganita. Es wird gesungen, es wird gelacht und es wird weitergegessen bis in tief in die Nacht hinein, denn gutes Essen braucht Zeit.

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Fast geschafft. Unser Dessert und die Spendendose | Foto: Monika Schreiner

Die Abende mit Como en Casa finden in unregelmässigen Abständen statt und kosten zwischen 35 bis 40 Euro, abhängig ob er mit oder ohne Weinbegleitung gebucht wird. Gezahlt wird in eine Spendenbüchse. Über zusätzliches Trinkgeld freuen sich die drei sehr, denn die Vorbereitungen sind immer aufwendig.

» Achtung der nächste Termin ist am 16. Juli 2016 und wird im Freien stattfinden. Und hier könnt ihr Euch anmelden.

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