#restaurant 11. Mai 2016 //

Eine kulinarische Reise nach Malaysia

[dropcap]E[/dropcap]s ist Ende Februar. Ich bin in Bogenhausen mit dem Rad stadtauswärts unterwegs. In eine Gegend, in der es fast nur Wohnungen gibt. Dazwischen mein Ziel: ein Pavillon mit Flachdach – ein wenig versteckt hinter Büschen – das malaiische Restaurant Champor. Gleich am Eingang fallen mir die vielen Auszeichnungen auf. Nie hätte ich erwartet, hier ein solches Juwel zu entdecken. Aber das mag ich an München. Es hat immer eine Überraschung parat. Dabei gibt es das Restaurant schon seit über zehn Jahre und war es erste seiner Art in Deutschland.

Restaurant Champor München Warthestraße / Foto: ISARBLOG

Kiren Alt führt mich in die malaiische Küche ein | Foto: Monika Schreiner

Ein schöner Anlass führt mich dahin, ich bin zum Foodtasting eingeladen. Es ist das erste Mal, dass die Besitzerin Kiren Alt einen solch offenen Abend veranstaltet. Wie üblich erwarte ich viele schreibende Kollegen zu treffen, aber auch hier werde ich überrascht. Ganz unterschiedliche Leute sitzen an der exotisch gedeckten Tafel. Ein bisschen wie bei einem privaten Supperclub, nur sind wir in einem Restaurant. Das Konzept des Abends lautet: Probieren und Entdecken. Als das Essen aufgetragen wird, wird zwar an der klassische Menufolge Vorspeise – Hauptspeise – Nachspeise festgehalten, jedoch bekommt nicht jeder Gast einen vorbereiteten Teller serviert, sondern es kommen grosse Schüsseln, aus denen man sich selber bedient. Die Gastgeberin erklärt parallel dazu die einzelnen Gerichte und Zutaten. Und ich entdecke “Real Food” – ein Ausdruck, den Kiren öfters verwendet. Das ist ihr sehr wichtig. Sie möchte ihren Gästen keine asiatische Küche bieten, die an dem Gaumen der Europäer angepasst ist, sondern authentische malaiisches Essen mit viel Gewürzen, manchmal reichlich scharf, aber nie unangenehm.

Restaurant Champor München Warthestraße / Foto: ISARBLOG

Fischmousse | Foto: Monika Schreiner

Also essen wir wie im Land selbst. Durch die vielen parallel bereitgestellten Speisen fühlt es sich wirklich an wie Entdeckungsreise. In Asien ist das gleichzeitige Auftischen vieler verschiedener Gerichte nicht ungewöhnlich. Dort ist es verbreitet gleichzeitig mehrere Sachen zu probieren. Selbst das Pärchen mir gegenüber – Stammgäste des Lokals- entdecken auf diese Weise viel Neues.

Restaurant Champor München Warthestraße / Foto: ISARBLOG

Garnelencarppacio mit Limettensaft und Kräutern | Foto: Monika Schreiner

Generell kann man sagen die malaiische Küche ist eine Fusionküche. Sie besitzt viele verschiedene Einflüsse, darunter indisch, chinesisch, thailändisch, portugisisch oder britisch. Herauskommen ungewöhnliche Zusammenstellungen mit eigem Charakter.  Ich zumindest habe noch nie vergleichbares gegessen. Auffällig ist die lockere Atmosphäre den ganzen Abend über. Wie ich von anderen Supperclub-Abenden weiss, ist das nicht selbstverständlich. Schließlich sitzen einem oft fremde Menschen an einem Tisch und es kann auch sein, dass die Gespräche mit dem Gegenüber nicht immer so gut klappen wollen.

Restaurant Champor München Warthestraße / Foto: ISARBLOG

Gebackener Fisch in Kokosnussmantel| Foto: Monika Schreiner

Und noch eines gilt es hervorzuheben. Kiren und die Mitarbeiter Garoon und Kasaraporn legen Wert auf höchste Qualität bei der Auswahl der Zutaten. Das findet auch im Preis seinen Niederschlag.

Wer nun Lust bekommen hat, an einem solchen Foodtasting  teilzunehmen, erfragt die Termine am besten im Restaurant. In der Regel soll es einmal im Monat stattfinden. Natürlich könnt ihr auch einfach mal so vorbeischauen, so wie ich. Gleich nach ein paar Wochen bin ich nochmals mittags vorbeigefahren, um dort zu Essen und Fotos zu machen. Gerade jetzt wo der Sommer kommt lohnt auch ein Besuch, denn dann kann man schön draussen sitzen. Die Karte wechselt von Zeit zu Zeit. Das heißt, es lohnt sich öfters zu kommen, denn die kulinarische Vielfalt ist (fast) grenzenlos.

Restaurant Champor
Warthestraße 5, 81927 München
http://www.champor.de

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1 Kommentar

  • Antworten
    emma
    11. Mai 2016 at 21:30

    ohhhh ein Bericht über mein Lieblingsrestaurant… wie genial. Unser Juwel im Viertel…danke für den Bericht.
    VG Emma

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