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Ein perfektes Sommerwochenende am Ammersee

Wir lieben die Seen rund um München und deshalb haben wir beschlossen, diesen Sommer Urlaub in der eigenen Heimat zu machen. Der Ammersee liegt vierzig Kilometer südwestlich München und ist mit der S-Bahn vom Zentrum der Stadt nur circa eine Stunde entfernt. Klar kann man auch Tagesausflüge dorthin machen, aber ein ganzes Wochenende ist doch was anderes und man kann die Zeit noch mehr genießen. Wir waren drei Tage da und haben die unterschiedlichsten Dinge unternommen. Vor allem waren wir sehr viel auf und im Wasser unterwegs. Noch nie bin ich so viel Boot gefahren wie während dieser Zeit, angefangen vom E-Boot bis hin zur Dampferfahrt.

Ausblick vom Hotel Seehof auf den Ammersee - ISARBLOG

Ausblick vom Hotel Seehof auf den Ammersee | Foto: Monika Schreiner

Unterwegs mit der neuen MS Utting

An unserem ersten Abend haben wir mit der neuen MS Utting von Herrsching nach Dießen übergesetzt. Vielen ist dieses Schiff sicher ein Begriff, denn das Vorgängerschiff wurde in einer spektakulären Aktion nach München gebracht und befindet sich nun auf einer Eisenbahnbrücke, wo es für Veranstaltungen umgebaut wird. Nun fahren wir ein Stück mit der gerade ein paar Wochen in Betrieb genommenen MS Utting ans andere Seeufer. Wenn auch kurz, genießen wir die Fahrt doch sehr. Vor allem das Panorama ist großartig, denn wir sehen während der Fahrt im Hintergrund die Berge. Die Fahrkarten kann man an Bord kaufen. Wichtig: Bargeld bereit halten! Wenn Ihr ein Tagesticket des MVV habt, bekommt Ihr eine Ermässigung. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, wenn man keinen Termin hat wie wir, etwas länger an Bord zu bleiben und entweder die nördliche oder südliche Rundfahrt zu machen. Bei der grossen Runde könnt Ihr bis zu einem Tag einplanen, denn hier sind Fahrtunterbrechungen erlaubt. Neben der MS Utting gibt es die Raddampfer Herrsching und Dießen sowie die MS Augsburg.

Segeln mit der Albatros der Segelschule Stefan Marx

In Dießen angekommen, machen wir uns auf den Weg zur Segelschule Stefan Marx. Sie ist nur circa zehn Minuten zu Fuß vom Anlegesteg entfernt. 1928 gegründet, ist sie Deutschlands älteste private Binnen-Segelschule. Hier könnt Ihr nicht nur segeln lernen, sondern auch mit einem historischen Rennkutter unter fachmännischer Anleitung in See stechen. Besonders gerne gebucht wird die Albatros (Baujahr 1905) für Firmenevents und Junggesellenabschiede. Um die zwölf Leute sollten es sein, damit man gut segeln kann. Wir genießen die Fahrt in vollen Zügen, auch wenn wir ab und zu mal das ein oder andere Seil spannen müssen. Das gehört zum Erlebnis dazu.

Unterkunft im Hotel Seehof Herrsching

Übernachtet haben wir im Hotel Seehof in Herrsching direkt am Anlegesteg in Herrsching. Vom Balkon der Zimmer aus hat man einen schönen Blick auf den See und auf den unter Kastanien versteckten Gastgarten, der ebenfalls zum Gasthof dazu gehört. Vor allem abends hat der Gastgarten ein besonders Flair, denn man kann von dort sowohl die Schiffe als auch den Sonnenuntergang sehen. An der Bar unter freiem Himmel werden Cocktails gemixt. Wenn das kein Urlaubsfeeling ist. Auch die Wirtsstube ist sehenswert. Dort gibt es eine alte Jukebox und die Fischerstube ist wirklich griabig eingerichtet. Ab und zu spielt im Gasthof Seehof auch eine Band, denn er gehört zu den Musikatenfreundlichen Wirtshäusern. Sehr zu empfehlen ist dort die typisch bayrische Küche, aber auch die Fischgerichte.

Flanieren und Baden in Herrsching

Ein Spaziergang an der Promenade in Herrsching ist ein Muss. Dort könnt Ihr “Charly Chaplin” treffen, der hier die Passanten unterhält oder auf dem Klavier direkt am Seehof spielen, das jedem zur Verfügung steht. Am Dampfersteg gibt es viele Eisdielen. So viele, dass ein Wochenende nicht ausreicht, um alle durchzuprobieren. Sehr gut, aber etwas teurer ist das Bioeis aus dem Biergarten des Seehofs. Dafür sind die Sorten sehr ausgefallen, wie Acai oder Sanddorn. Wenn es heiß ist, kann man entlang der Promenade einfach in den See springen, es gibt aber auch das Strandbad Seewinkel mit einem schönen Kiosk und Umkleiden nahe des dem Kurparks. Gerade im Sommer ist der Park mit dem Scheuermann-Schlösschen ideal zum Ausruhen im Schatten. Wollt Ihr lieber Bootfahren? Dann geht Ihr am besten in die andere Richtung. Hier gibt es Tretboote und sehr schöne Retro-Elektroboote zum Ausleihen. Einfach bei Goro ( ein Pionier in Sachen solarbetriebene Elektroboote ) vorbeischauen und losfahren. Gezahlt wird hinterher. Hach, was gibt es Schöneres, als wenn man mit einem Drink in der Hand dem Sonnneuntergang entgegenschippert?

Raus auf den Ammersee zum Fischen

Das Highlight für mich schlechthin war die Fahrt früh morgens auf dem See mit dem Fischer Simon Rauch. Dafür hat sich das frühe Aufstehen definitiv gelohnt. Mit dem Auto fahren wir wieder nach Dießen. In direkter Nachbarschaft zur Segelschule hat Simon Rauch seinen Bootsschuppen. Wir steigen ins Boot und fahren die verschiedenen Netze des Fischers ab. Je nach Fischart sind die Maschen unterschiedlich gross. Und wir haben Glück. Wir fangen Renken, die typischen Fische des Ammersees, dann Karpfen ( die irgendwann mal auf unerklärliche Weise in den See kamen ) und einen kleinen Tiefseesaibling. Ich bin überrascht wieviel Handarbeit das Einholen der Netze ist. Den Fisch räuchert Simon Rauch und verkauft ihn dann an Gasthäuser in der Umgebung. Simon Rauch fischt schon seit seinem sechsten Lebensjahr. Auf Anfrage nimmt er auch Einzelpersonen mit.

Im Boot von Simon Rauch | Foto: Monika Schreiner

Ausflug zum Wörthsee

Mit dem Fahrrad kann man wunderbar die Umgebung des Ammersees erkunden. Wir waren mit dem E-Bike unterwegs und sind vorbei am Pilsensee zum Wörthsee gefahren. Das sind knappe zehn Kilometer. Neben einem netten kleinen Strandbad befindet sich das Seehaus Raabe. Dort gibt es in einem modernen Ambiente guten Kaffee, Gerichte von der Wochenkarte und einen fantastischen Blick auf den See. Und natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, in den See zu springen.

Fischgericht im Seehaus Raabe | Foto: Monika Schreiner

Wer mag, kann dann über Inning ( mit einem lohnenden Stopp bei der fantastischen Eisdiele Eismacherei ) wieder am Ammersee entlang nach Herrsching zurückfahren. Von Wörthsee über Inning sind es circa 20 Kilometer. Fahrräder könnt Ihr bem Fahrradverleih Nandlinger bekommen oder ihr bringt eure eigenen mit.

Interiorgeschaäft und Eisladen in einem: Eismacherei | Foto: Monika Schreiner

ISARBLOG Tipp: Servus Heimat
Für das perfekte Mitbringsel sucht man am besten den Servus Heimat Laden auf. Diesen gibt es zwar auch in München, aber er hat ein eigenes Sortiment. Dort gibt es ein speziell am Wörthsee gebrautes Bier zu kaufen und meinen Favorit: das T-Shirts “Scho schee am See”.

Natürlich kann man all die Dinge, die wir gemacht haben, auch auf mehreren Tagesausflügen verteilen. Ich habe jedoch gemerkt, dass es sich lohnt, sich die Zeit am See zu nehmen und man kommt einfach insgesamt noch entspannter nach Hause.

Danke an die Region StarnbergAmmersee für die Einladung und die fantastische Zeit vor Ort!

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